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Angstpatienten
Wirklich gern geht wohl kaum jemand zum Zahnarzt und Nervosität empfindet mehr als jeder Zweite dabei. Manche Patienten suchen eine Praxis erst dann auf, wenn sie unerträgliche Schmerzen haben. Allein die Vorstellung, dass morgen der Zahnarztbesuch fällig ist, versetzt sie in Panikstimmung mit Herzklopfen, Magendruck, zittrigen Gliedern, feuchten Händen und Kurzatmigkeit. Etwa jeder zehnte Deutsche leidet unter einer ausgeprägten Zahnbehandlungsphobie.
Die krankhafte Angst führt dazu, dass der Besuch beim Zahnarzt konsequent vermieden wird - nicht selten über einen Zeitraum von bis zu 20 Jahren. Das hat Folgen: Wechselwirkungen zwischen Zähnen und Organismus sind heute nachgewiesen. Somit haben Menschen mit Zahnbehandlungsangst nicht nur ästhetische Einschränkungen, sondern leiden häufig an körperlichen Folgeschäden wie Rheuma, Kopf- und Rückenschmerzen, Herzinfarkten oder Diabetes.
Viele Probleme im Mund verlaufen weitestgehend symptomlos, das heißt sie schmerzen nicht und werden daher vom Patienten nicht wahrgenommen. Regelmäßige Routineuntersuchungen sind daher nicht nur für die Mund- sondern auch für die Erhaltung der allgemeinen Gesundheit dringend notwendig.
Je länger der Patient wartet, desto schlechter werden die Zähne. Je schlechter die Zähne, desto größer die Angst, desto größer die Vermeidung: Ein Teufelskreis. Menschen mit einer Dentalphobie haben in aller Regel Angst vor Schmerzen, sowie Angst, hilflos ausgeliefert zu sein. Viele schämen sich auch wegen ihrer schlechten Zähne.
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