40 Jahre Dr. Koch – Aus Leidenschaft ganzheitlich.

Jul 23

40 Jahre Dr. Koch – Aus Leidenschaft ganzheitlich.

40 Jahre Zentrum für Ganzheitliche Zahnmedizin – eine lange Zeit. Geprägt wurde sie nicht nur von den bewegenden Geschichten unserer Patienten und davon, wie wir ihnen geholfen haben. Sondern auch von allerlei Anekdoten aus dem Praxisalltag. Hier eine kleine Auswahl.

Und plötzlich war er weg

Er war gut ausgebildet, freundlich, passte genau ins Team. Ein sehr kompetenter Assistent eben, der damals, im Jahr 1981, für uns arbeitete. Bis er eines Morgens nicht mehr kam. Der junge Mann war weg. Einfach so. Ohne Ankündigung. Ohne Entschuldigung. Da macht man sich ja Sorgen. Also haben wir recherchiert, was in den 80ern natürlich vor allem per Telefon gemacht wurde. Aber keine Chance, der Mann war spurlos verschwunden.
Na ja, nicht ganz. Nach einem halben Jahr trudelte eine Postkarte aus Senegals Hauptstadt Dakar bei uns ein. Absender: Der junge Assistent. Er schrieb uns, er sei damals einfach mal so ganz spontan – ausgewandert.

Ist jetzt mal gut?!

Die meisten unserer Patienten sind wirklich freundliche Menschen. Aber es sitzen eben auch schon mal etwas andere Kaliber auf dem Stuhl. So wie eines Tages ein besonders cholerischer Mann. Blöd nur, dass der dann auf einen Assistenten traf, der, sagen wir, auch nicht seinen allerbesten Tag erwischt hatte. Und dann hat es ein bisschen gerappelt. Die beiden gerieten verbal so deftig aneinander, dass die Assistentin an der Anmeldung dachte, sie höre nicht richtig.

Die couragierte Kollegin griff zum Glück beherzt ein, ehe es noch zu Handgreiflichkeiten kommen konnte. Zunächst holte sie den behandelnden Arzt aus dem Raum und sorgte zugleich dafür, dass der Patient im Behandlungsraum blieb. Die Stimmung war indes so aufgeheizt, dass sie die Tür, welche die beiden voneinander trennte, gut festhalten musste, bevor das Ganze noch komplett eskalierte. Zum Glück kühlten sich Arzt und Patient schon bald wieder auf Normaltemperatur ab. Und so konnte die Behandlung doch noch wie geplant stattfinden.

Bin ich hier in ner Kneipe?

Nein, in einer Zahnarztpraxis. Aber die Frage stellten sich eine Zeit lang Patienten wie Praxisteam gleichermaßen. Schuld daran waren Einbrecher, die eines Nachts die Praxiskasse plündern wollten. Klappte aber nicht. Dafür fanden sie eine Flasche guten Cognac, der eigentlich als Geschenk gedacht war. Den hätten die Einbrecher auch ruhig mitnehmen können, machten sie aber nicht, sondern vergossen den guten Tropfen vor lauter Wut über die nicht gefundene Kasse rund um die Rezeption und in der gesamten Wartezone. Tagelang roch die Praxis nach Kneipe.

Zeit für die Beichte

Zahnmedizin in der Kirche? Na ja, fast: Unser allererste Praxis haben wir seinerzeit am Bonifatius-Kirchturm in Herne etabliert. Das Kirchengebäude wurde abgerissen – und das neue Praxisgebäude direkt am Kirchturm errichtet. Was in einigen unserer älteren Patienten lebhafte Erinnerungen hervorrief, als sie zur Vorsorge kamen.

Denn sie berichteten, dass sich in Höhe unseres Wartezimmers früher der Beichtstuhl der Kirche befunden habe. Eine Patientin brachte dann auch gleich mal ihr schlechtes Gewissen zum Ausdruck: „Ich beichte heute, dass ich meine Zähne nicht so gut geputzt habe.“

Dass unseren jüngsten Patienten das gar nicht erst passiert, dafür sorgen wir übrigens seit 1980 in unseren KinderZahnwelten – bei ihrer Eröffnung die erste reine Kinderzahnarztpraxis in ganz Deutschland. Die Rezeption hatten wir damals in ein Feuerwehrauto gebaut.

Eine Tagesklinik, die richtig rockt

Auch das Gebäude, in dem wir unsere Tagesklinik für metallfreie Implantate und unser Zentrum für Ganzheitliche ZahnMedizin eingerichtet haben, hat eine lange Tradition – aber nicht etwa als Kirche, sondern als Rock- und Partylocation! Denn früher wurde in dem Haus in einer ehemaligen Diskothek und im Club der Britischen Besatzung ordentlich gefeiert. Zum Beispiel bei Konzerten der Bigband des gebürtigen Herners Kurt Edelhagen. Der war seinerzeit sogar mit Bill Haley auf Tour und hat den King Elvis Presley höchst selbst getroffen.

Wir und das Ruhrgebiet

Wir kommen aus dem „Pott“. Und finden das ganz wunderbar. Deswegen haben wir uns bei der Architektur und Einrichtung unserer Praxen und der Zahnklinik immer dem Ruhrgebiet verpflichtet gefühlt. Das Wartezimmer in der Bahnhofstraße 38 ist mit verrosteten Stahlplatten verkleidet.

An den Wänden zeigen fantastische Aufnahmen die alten Fördertürme. In unserer Zahnklinik dreht sich wiederum alles um die RuhrNatur. Mit dem Ruhrlauf im Flur und Fotos von den Ruhrauen haben wir eine Atmosphäre kreiert, die unsere Patienten ganz schnell vergessen lässt, dass sie gerade zum Zahnarzt gehen.

… und hier noch ein paar Impressionen von unserer Jubiläumsfeier.