Behandlung der Fibromyalgie im Zentrum für Ganzheitliche Zahnmedizin, Herne

Jan 01

Behandlung der Fibromyalgie im Zentrum für Ganzheitliche Zahnmedizin, Herne:

Viele Patienten, die an dieser neuroentzündlichen Erkrankung leiden, blicken auf eine jahrelange, frustrierende Ärzte-Odyssee bis zur richtigen Diagnose zurück. Der Verlust an Lebensqualität während dieser langen Leidensphase ist häufig enorm. Leider bedeutet eine richtige Diagnose allein noch keine effektive Hilfe für die Patienten. Die Suche nach der Ursache ihrer Erkrankung gestaltet sich oftmals ebenso schwierig und langwierig.
Ein erfahrener OralMediziner kann hier häufig zur dauerhaften Gesundung beitragen.

Die Fibromyalgie kann durch Dentalwerkstoffe, die nicht vertragen werden, oder Entzündungen im Mund ausgelöst werden. Der OralMediziner kann in hoch spezialisierten Laboratorien mit Hilfe von Speichel-, Blut- und Material- Proben spezifische Tests zur Verträglichkeit von Dentalwerkstoffen durchführen lassen.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass aus allen dentalen Materialien (Brücken, Kronen, Füllungen, Implantate) Bestandteile freigesetzt werden. Diese freigesetzten Fremdstoffe werden teilweise vom Organismus aufgenommen – und zwar dauerhaft: täglich, vierundzwanzig Stunden, dreihundertfünfundsechzig Tage im Jahr. Das Immunsystem erkennt diese Fremdstoffe und das Abwehrsystem setzt die sogenannten Fresszellen (Makrophagen) dagegen ein. Sie versuchen die dentalen Bestandteile zu entsorgen. Dabei werden große Mengen Entzündungsbotenstoffe (Zytokine) wie TNF-Alpha und Interferon-Alpha freigesetzt. Diese Zytokine blockieren die Biosynthese des Eiweißes Tryptophan. Die reduzierte Verfügbarkeit von Tryptophan wiederum hemmt den Aufbau von Melatonin und des Glückshormons Serotonin. Zusätzlich blockieren die Zytokine wichtige Hirnfunktionen. Weitverbreitete Schmerzen der Muskulatur und Gelenke, Darmträgheit, Müdigkeit und Schlafstörungen, Konzentrations- und Antriebsschwäche sowie Depression und Angstzustände sind die möglichen Folgen. Ob und mit welchem Beschwerdebild ein Patient auf einen Dentalwerkstoff reagiert, hängt von seiner individuellen Konstitution und Empfänglichkeit ab.

Bei einer Fibromyalgie sollte also auch immer an die dentalen Materialien gedacht werden. In Labor-Untersuchungen kann man feststellen, ob Patienten belastet sind.

Der sogenannte Lymphozyten-Transformationstest (LTT) ist die aktuell beste Methode, um eine Sensibilisierung auf dentale Werkstoffe festzustellen. Mittels LTT können Sensibilisierungen auf alle Zahnmetalle (auch auf Gold), Kunststoffe, Amalgam, Keramiken, Zemente und Wurzelfüllmaterialien festgestellt werden. Zur Durchführung des LTT-Tests wird dem Patienten Blut abgenommen, welches in spezialisierten Laboratorien mit den zu prüfenden Materialien konfrontiert wird. Anschließend wird die entsprechende Reaktion der Lymphozyten ausgewertet. Ob das Dentalmaterial für die Fibromyalgie ursächlich ist, wird über die Messung der Zytokine (Entzündungsbotenstoffe) im Effektorzellstatus/Effektorzelltypisierung herausgefiltert.

Belegen die labormedizinischen Untersuchungen die Ursache der Beschwerden des Patienten in den dentalen Werkstoffen, so müssen diese konsequent aus der Mundhöhle entfernt werden. Gegebenenfalls ist eine begleitende Ausleitungs- bzw. Entgiftungs-Therapie erforderlich. Eine Stress-Reduzierung stärkt das Immunsystem zusätzlich und kann die dauerhafte Gesundung des Patienten positiv beeinflussen. Anschließend können die für den Patienten ausgetesteten, individuell am besten verträglichen Zahnersatzmaterialien gewählt und eingebracht werden.

Neben den dentalen Materialien können auch ein toter Zahn oder eine chronische Entzündung im Kieferbereich Auslöser einer Fibromyalgie sein. Auch tote Zähne senden Entzündungsbotenstoffe aus. Diese gelangen über das Blut zu anderen Organen. Der tote Zahn als Herd einer Erkrankung schmerzt selbst häufig nicht und bleibt daher oftmals unentdeckt. Die moderne und präzise 3-dimensionale Röntgentechnik der digitalen Volumentomographie (DVT) ermöglicht es, sogar kleinste und verdeckte Entzündungsherde im Zahn- und Kieferbereich zu entdecken. Mit einer speziellen Computersoftware kann der OralMediziner die Aufnahmen auswerten. Immunologie-Tests geben Aufschluss darüber, ob der Organismus des Patienten auf die Entzündungsbotenstoffe toter Zähne reagiert und ob Unvertrräglichkeitsreaktionen vorliegen. Der oben beschriebene Lymphozyten-Transformationstest gibt weitere Informationen über die spezifische zelluläre Sensibilisierung eines Patienten.

Ist ein toter Zahn als Ursache der Erkrankung identifiziert worden, muss dieser heute nicht mehr in jedem Fall entfernt werden. Die moderne Methode der Endodontie ermöglicht eine Wurzelkanalbehandlung ohne Gefahr für die Gesundheit. Mit speziellen, winzig kleinen und hochflexiblen Titan-Feilen können Gewebereste, Bakterien, belastende Stoffe und Reste alter Wurzelfüllungen vollständig entfernt werden. Lupen- und Mikroskopvergrößerungen machen auch kleinste Verunreinigungen sichtbar. Durch gezielte Laser- und Plasma-Behandlungen wird das Zahninnere absolut keimfrei. Eine dauerhafte Gesundung erreicht der verantwortungsbewußte OralMediziner durch den abschließenden Verschluss der Wurzelkanäle mit ausschließlich biologischen, vor dem Einbringen getesteten, Füllmaterialien.

Entzündungen in den Kieferbereichen, die für die Fibromyalgie verantwortlich sind, werden von erfahrenen OralMedizinern minimalinvasiv behandelt.

Für Fibromyalgie-Patienten sollte eine Parodontitis-Behandlung mit an erster Stelle stehen. Denn die Parodontitis kann unter anderem Entzündungen verstärken. Mittels eines schmerzlosen Risiko-Gentests kann schnell das individuelle Parodontitis-Risiko bestimmt werden. So kann durch eine individuelle Prophylaxe der Ausbruch einer Parodontitis verzögert oder verhindert werden. Leidet der Fibromyalgie-Patient bereits zudem an einer Parodontitis, kann durch einen Keim-Gentest die Art und Häufigkeit der aggressiven Parodontitis-Keime bestimmt werden. So können die vorhandenen Parodontitis-Bakterien gezielt bekämpft werden. Die oben beschriebenen Laser- und Plasma-Behandlungen unterstützen die Parodontitis-Behandlung und verhindern einen erneuten Parodontitisschub.

Der Weg zur Gesundung von Fibromyalgie-Patienten ist oft lang, wobei allmähliche Fortschritte in der Lebensqualität oft eine gute Motivation für weitere Behandlungsschritte sein können. Häufig liegt die Ursache der Erkrankung im Mund.