Die heimliche Krankheit: Pilzbefall und seine Folgen

Mrz 14

Die heimliche Krankheit: Pilzbefall und seine Folgen

Die Diagnose- und Therapiemethoden der ganzheitlichen Zahnheilkunde beschränken sich nicht nur auf den Mundraum sondern berücksichtigend das ganzkörperliche Geschehen. Dem Darm kommt innerhalb des Organismus eine ganz besondere Bedeutung zu: Sein Zustand ist von größter Wichtigkeit für die körpereigene Abwehr und bestimmt somit die Anfälligkeit für alle möglichen Allergien und Krankheiten. Ein ganzheitlich arbeitender Zahnarzt wird also die Erkrankungen Ihres Mundraumes auch im Zusammenhang mi dem Darm betrachten.

Millionen von Menschen leiden an schädlichem Pilzbefall des Darmes (Darmmykosen) ohne es zu wissen.

Symptome

Die durch Candida-Pilze in Ihrem Darm verursachten unerwünschten Stoffwechselprodukte belasten die Leber, können zu Hautentzündungen und Juckreiz führen und langfristig eine Milchzuckerunverträglichkeit verursachen.

Darüber hinaus kommt es meist zu Verdauungsstörungen für Fett, Eiweiß und Kohlenhydrate, die sich z.B. in Blähungen, Durchfall, Krämpfen und Völlegefühl äußern. Auch Verstopfung, Kopfschmerz, Benommenheit und Depression können oft auf den Pilzbefall und die durch ihn verursachten Stoffwechselprobleme zurückgeführt werden.

Auch wenn Sie unter schlechtem Atem leiden, infektanfällig sind, brüchige Fingernägel und Haarausfall haben, sollten Sie den Zahnarzt umgehend davon in Kenntnis setzen!

Ursachen

Störungen der normalen Besiedelung des Darmes können durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden. Dazu zählen veränderte Ernährungsgewohnheiten, Erkrankungen einzelner Organe und Organsysteme (z.B. Herz-Kreislauf, Leber und Nieren), Stresssituationen, mangelnde Magensäure sowie Medikamente wie Antibiotika und Chemotherapeutika. Bei Neugeborenen kann die Besiedelung allerdings von Anfang an gestört sein, vor allem wenn die Mutter per Kaiserschnitt entbunden hat und nicht stillt.

Die Universität Kiel hat festgestellt, dass die Darmmykose u.a. durch eine Schwermetallbelastung verursacht sein kann. Diese Metalle können entweder durch die Umwelt aufgenommen werden oder noch häufiger durch die verschiedenen Legierungen in der Mundhöhle. Die Wissenschaftler haben die Darmzusammensetzung vor und nach einer Mundraumsanierung untersucht und festgestellt, dass nach der Entfernung der Metalle sich die Zusammensetzung der Darmbakterien und damit des gesamten Darmmilieus verbessert hat.

Behandlung

Um herauszufinden, ob sich die Metalle in der Mundhöhle negativ auf den Darm auswirken und ggf. eine Mykose hervorrufen können, gibt es zwischenzeitlich wissenschaftlich anerkannte Testmethoden. Dazu untersucht man z.B. die Zusammensetzung des Speichels. Die Details dazu werden wir Ihnen selbstverständlich gern persönlich übermitteln.

Gleichzeitig werden die Infektionsherde im Mund beseitigt, etwa durch die gründliche Reinigung der Zahnfleischtaschen und Entfernung des Zahnsteins im Rahmen einer ganzheitlichen Parodontosebehandlung.

Das weitere Standbein der Therapie ist die sog. “Anti-Pilz-Diät”, bei der alle zucker- und weißmehlhaltigen Nahrungsmittel gemieden werden müssen. I.d.R. reichen zur “Entgiftung” vier Wochen konsequenter Enthaltung einer an Gemüse und Salate reichen Diät. Danach empfiehlt sich die Umstellung auf gemäßigte Vollwertkost.

Ist die Darmmykose beseitigt, gilt es, dem neuerlichen Pilzbefall vorzubeugen.

Hierzu sind, neben der regelmäßigen Teilnahme am Individualprophylaxe-Programm, die ausgewogene Ernährung und eine gesundheitsbewusste Lebenshaltung angezeigt.

So schwer die Umstellung der Ernährung und Lebensgewohnheiten auch fallen mag, es lohnt sich, durchzuhalten. Denn neben einer raschen Beseitigung der Beschwerden kommt es zu einer deutlichen Verbesserung Ihres Allgemeinzustandes und gesteigerter Leistungsfähigkeit.

Ernährungstipps für eine vorbeugende Anti-Pilz-Diät

 

  • Süßstoff (z.B. Canderel)
  • Zitronen, Grapefruit (einen je Tag), saure Äpfel (zwei je Tag)
  • Trockener Wein, Tee, Kaffee, Tomatensaft
  • Knäcke-Volkornbrot ohne Hefe (4 Scheiben pro Tag)
  • Gemüse roh und gekocht: Bohnen, Broccoli, Chinakohl, Weißkohl, Rotkohl, Möhren, Kohlrabi, Spinat, Aubergine, Zuccini, Zwiebeln Sellerie, Blumenkohl, Erbsen, Kartoffeln
  • Fleisch (Lamm, Rind, Huhn, Fisch)
  • Salate: Gurke, Tomate, Rettich, Radies, Chicoree, Eisberg, Radiccio, Endivien, Lollo Rosso, Lauch, Avocado, Pilze, andere Blattsalate (Essig, Öl, Gewürze)
  • Dickmilch, Buttermilch, Yoghurt, klare Brühe

  • Alle Zuckerstoffe, auch Naturzucker (Honig)
  • Süßes Obst und Obstsäfte, Kompott aus Weinrauben, Orangen, Pfirsiche, Bananen, Pflaumen, Birnen
  • Bier, süßer Wein, Sekt
  • Weißmehlerzeugnisse: Brot Brötchen (Hefe), Teignudeln (Hefe-) Teigwaren, geschälter Reis
  • Zuckerhaltige Speisen: Konfitüre, Marmelade, Schokolade, Kekse, Süßigkeiten aller Art, Kuchen, Torten, Toast, Pudding, Bonbons, Limonade, Cola, Ketchup