Patientenstory: Frau Schmidke und die Dritten

Aug 02

Patientenstory: Frau Schmidke und die Dritten

Ich war schon immer gerne unter Leuten. Auch, als mein Mann schon nicht mehr lebte. Ging ins Theater, zu Lesungen, singe seit Jahrzehnten bei uns im Chor. Meine Söhne sagten immer schon: „Mensch, Mama, du bist Anfang siebzig, tritt doch mal kürzer.“ Warum? Man lebt doch nur einmal, oder?

Ja, und dann kam diese Sache mit den Zähnen. Die wurden über die Jahre immer schlechter, bis mein alter Zahnarzt irgendwann sagte: Frau Schmidke, die müssen eigentlich raus. Da hab ich erst mal gezuckt. Zeit für die Dritten? Da hab ich mich auch wirklich das erste Mal richtig alt gefühlt. Aber gut, wat mut, dat mut.

Aber nicht so, wie das dann lief! Ich bekam eine Vollprothese in den Oberkiefer. Nur bedeckte die auch den ganzen Gaumen. Widerlich. Das war ja so unangenehm. „Da gewöhnen Sie sich dran“, meinte der Arzt. Nee, mein Lieber, da täuschst du dich, dachte ich nur. Aber das sagt man dann ja auch nicht. Dieses Gaumending war noch nicht mal das Schlimmste. Sondern das Brennen. Erst später hab ich erfahren, dass ich den Kunststoff der Prothese nicht vertrage. Die Mundschleimhäute brannten wie Feuer.

Was machst du also? Raus das Ding. Aber so kann man sich ja nicht unter die Leute wagen. Das war die schlimmste Zeit überhaupt: Ich hab mich so geschämt ohne Zähne im Mund, dass ich kaum noch vor die Tür gegangen bin. Hab die Prothese nur angewidert in den Mund gesteckt, wenn mal Besucher kamen. Die haben dann immer ganz besorgt gefragt, vor allem die anderen Chormitglieder: „Mensch Hildegard, was ist denn los, bist du krank? Du bist doch gar nicht so eine Stubenhockerin?“

Meiner besten Freundin hab ich mich dann anvertraut, und die hat mich zu einem Spezialisten geschickt. Es gebe doch Implantate für so was, da bräuchte ich doch meine blöde Prothese nicht, sagte sie. Nur meinte der Arzt, in meinen Oberkiefer könne man keine Implantate setzen. Ich war damals immerhin schon Mitte siebzig. Und ziemlich enttäuscht. Da gibt es Möglichkeiten, aber nicht für mich? Also hab ich meinen Sohn gebeten, dass der für mich mal recherchiert. Im Internet stieß er dann auf die Seite von Dr. Koch und seinem Zentrum für Ganzheitliche Zahnmedizin.

Und ganz ehrlich? Dort begann ein neues Leben für mich! Da wird ja mit biologischen Keramik-Implantaten gearbeitet. Der Zahnersatz ist ganz ohne Kunststoffe. Und von wegen, in meinen Oberkiefer könnten keine Implantate gesetzt werden. Das wissen die in Herne aber besser.

Ich gehe jetzt seit 15 Jahren dorthin, auch zur Vorsorge. Und habe in dieser ganzen Zeit keine Schmerzen, kein Brennen, nichts mehr. Der Implantologe freut sich immer schon, wenn ich komme, weil ich ihm als kleines Dankeschön jedes Mal Schokolade mitbringe. Das Schönste aber ist, dass ich seit damals wieder regelmäßig unter Leuten bin. Ich singe immer noch im Chor, auch heute, mit mittlerweile 92 Jahren noch. Kürzertreten? Dass ich nicht lache!