Xerostomie / Mundtrockenheit

Xerostomie / Mundtrockenheit

Die Speichelfließrate (SFR) ist bei Frauen wegen der Größe der Speicheldrüsen geringer als bei Männern. Während der Postmenopause reduziert sich die SFR noch weiter. Fällt die Speichelfließrate über 40% des üblichen Wertes, empfindet der Patient meist eine Mundtrockenheit (Xerostomie).

Geschlechtsunabhängig lässt sich eine Verminderung ein verminderter Speichelfluss bei Patienten mit systemischen Erkrankungen feststellen. So klagen häufig Patienten, die zum Beispiel an Diabetes mellitus, Hypertonie, Unterernährung und Vitamin B-Mangel, Diarrhoe, Morbus Parkinson, rheumatischer Arthritis und Sjögren-Syndrom leiden, über Mundtrockenheit.

Auch verschiedene Medikamente wie Antihypertensiva, Diuretika, Antidepessiva, Atropin, Antikonvulsiva, Spasmolytika und Appetitzügler können Mundtrockenheit als Nebenwirkung aufzeigen.

Besonders bei postmenopausalen Frauen tritt die Xerostomie meist gemeinsam mit Mund- und Zungenbrennen auf. Ein Gynäkologe oder Endokrinologe kann einen zu niedrigen Östrogenspiegel diagnostizieren und gegebenenfalls eine entsprechende Therapie empfehlen.

Ein im Rahmen der UmweltZahnMedizin entwickelter Speicheltest kann Aufschluss darüber geben, ob eventuell zusätzlich eine Belastung durch dentale Materialien besteht.

Auch an eine Pilzinfektion im Mund oder auch im Darm sollte gedacht werden.
Schließlich kann auch eine Erkrankung des zentralen Nervensystems Zungenbrennen auslösen. Falls keine körperlichen Ursachen gefunden werden, sollte auch an diese Möglichkeit gedacht werden.

Wird trotz gründlicher Untersuchungen keine Ursache erkannt, kann eine symptomatische Therapie sinnvoll sein.