Was muss man bei Zahnimplantaten bedenken?

Was muss man bei Zahnimplantaten bedenken?

Die Zahnimplantation ist heute eine der sichersten zahnärztlichen Methoden überhaupt. Während der Einheilphase kann es in seltenen Fällen zu Abstoßungsreaktionen kommen. Sollte ein Implantat abgestoßen werden, kann sofort oder spätestens sechs Wochen später an derselben Stelle ein neues Implantat gesetzt werden.

Einheilung

Um die Einheilung zu optimieren nutzt man das sogenannte PRP-Verfahren (Platelet Rich Plasma = plättchenreiches Plasma). Das menschliche Blut wird für viele Aufgaben im Körper benötigt, es enthält auch zahlreiche Faktoren, die für die Knochen- und Wundheilung wichtig sind. Eine besondere Rolle spielen dabei die Blutplättchen. Sie sind mit einer Fülle von Heilungs- und Wachstumsvorgängen für die Regeneration ausgestattet.

In den USA hat man ein Verfahren entwickelt, das diese Fähigkeit der Blutplättchen ausnutzt. Vor dem Einsetzen eines Implantats entnimmt man dem Patienten ein wenig Blut, aus dem ein Plasmakonzentrat aus Wachstumsfaktoren hergestellt wird. In dem Konzentrat befinden sich durchschnittlich zehn Mal mehr Blutplättchen als zuvor in der gleichen Menge des “normalen” Blutes. Vor dem Einbringen der Implantate werden diese mit dem Plasmakonzentrat benetzt.

Da nur Faktoren aus dem eigenen Blut der Patienten zum Einsatz kommen, sind Fremdkörperreaktionen oder Allergien ausgeschlossen. Außerdem werden auch mögliche Nebenwirkungen wie Nach-Schmerzen oder Schwellungen der Weichteile deutlich reduziert.

Wissenschaftliche Studien belegen, dass nach dieser sensiblen Phase der Einheilung die Risiken stark minimiert sind.

Nach neuester wissenschaftlicher Erkenntnis besteht für medikamentös gut eingestellte Diabetiker kein Risiko bei einer Implantat-Versorgung.

Ein lediglich gering erhöhtes Risiko einer verlängerten Einheilphase besteht bei Rauchern. Zusätzlich an einer systemischen Erkrankung leidende Raucher sollten durch eine vorausgehende Nikotin-Entwöhnung einem möglichen Misserfolg der Implantat-Versorgung vorbeugen.

Eine erfolgreiche Implantat-Behandlung bei Patienten, die mit Bisphosphonaten behandelt werden, hängt von der Dauer der Bisphosphonatbehandlung und der Darreichungsform der Medikamente (oral oder intravenös) ab.

Auch die unterschiedlichen Reaktionsweisen der Patienten spielen eine entscheidende Rolle für die Implantat-Behandlung:

Um eine Kiefernekrose auszuschließen, werden etwa drei Monate nach einer Extraktion Röntgenbilder gemacht, die Aufschluss darüber geben, ob der Kieferknochen normal oder verzögert regeneriert. Nur, wenn der Kieferknochen verzögert regeneriert, sollte man mit einer Implantation zurückhaltend sein. Allerdings gibt es zu diesem Thema viele unterschiedliche Meinungen. Einige Wissenschaftler sprechen sich für eine strikte Kontraindikation bei jeglicher Bisphosphonattherapie aus.

Nicht ausreichendes Knochenvolumen

Nicht ausreichendes Knochenvolumen oder eine bestehende Parodontitis stellen kein Risiko dar: Allerdings werden bei beiden Indikationen vor einer Implantation zusätzliche Maßnahmen unbedingt notwendig. Das kann beispielsweise die Behandlung einer Parodontitis oder die Rekonstruktion des Kieferknochens sein.

Titanunverträglichkeit

Um Risiken und Folgebeschwerden wie Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Konzentrationsschwäche, Schlaflosigkeit, Kopf- und Gesichtsschmerzen zu vermeiden, sollten Implantate aus metallfreier Vollkeramik (Zirkon) eingesetzt werden.

Denn Implantate aus Titandioxid werden von immer mehr Patienten nicht gut vertragen. Für elektrosensible, allergische und chronisch kranke Patienten wie Diabetiker, Rheumatiker und Menschen mit Herz-Kreislaufproblemen kann Titandioxid Risiken enthalten und oben genannte Beschwerden auslösen.

Zirkonimplantate wachsen zudem besonders gut in den Kieferknochen ein und auch die Zahnfleischbildung um das Implantat verläuft günstiger als bei Titanimplantaten. Dadurch verkürzt sich die sensible Einheilphase deutlich. Da sich an Zikonoxid nachweisbar weniger Beläge anlagern, kann auch das Risiko einer Entzündung durch Zahnimplantate nahezu ausgeschaltet werden.

Sicherheit und ausführliche Beratung sollte bei Implantaten an erster Stelle stehen. Deshalb sollten Implantate grundsätzlich nur von einem Team aus erfahrenen Spezialisten eingesetzt werden.

Weitere Informationen zu Verträglichkeit, Behandlungsablauf und der Kosten für metallfreie Keramimimplantate finden Sie auch unter: www.keramikimplantate-sind-besser.de