Helicobacter pylori – Gastritis im Schutz des Zahnbelags

Mrz 21

Helicobacter pylori – Gastritis im Schutz des Zahnbelags

Der Keim, der für die Gastritis verantwortlich ist (Helicobacter pylori) überlebt im Magen und gilt heute gesichert als Erreger der sog. B-Gastritis. Er ist für die Entstehung des Magengeschwürs verantwortlich; so gehen an die 75 % aller Magengeschwüre und praktisch 100 % aller Dünndarmgeschwüre zu Lasten dieses Keimes. Zudem stellt er einen Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs dar.

Starke Widerstandsfähigkeit
1999 wurden auch Helicobacter pylori in den Zahnbelägen von Parodontose-erkrankten Patienten nachgewiesen. Studien belegen weitgehend übereinstimmend einen positiven Keimnachweis in den Zahnfleischtaschen bei einem Großteil der Patientin bei B-Gastritis. Andererseits scheint es auch eine Abhängigkeit zu diesen Zahnfleischentzündungen und dem Mundgeruch zu geben.

Helicobacter und Mundhöhle
Es stellt sich nun die Frage nach der Rolle von Helicobacter in der Mundhöhle.
Nistet er sich im Zahnbelag ein, und ist er selbst aktiv an Zahnfleischentzündungen beteiligt?

Helicobacter Pylori Test: In welchem Ausmaß wirkt sich seine Anwesenheit auf die Mundgesundheit und damit auf den Gesamtorganismus aus?
Der Keim kann sowohl im Zahn als auch in den Zahnfleischtaschen und im Speichel durch einen entsprechenden Helicobacter Pylori Test nachgewiesen werden. Lediglich die Zunge scheint von einer Besiedelung ausgenommen zu sein. Innerhalb des Zahnbelags findet er ideale Überlebens- und Vermehrungsbedingungen. Solche sog. Biofilme haben aber auch eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Antibiotika, da diese Substanzen nur spärlich in den Belag eindringen können. Im Rahmen der sog. Triple-Therapie (Antibiotika-Therapie) bei der Gastritis muss auch eine intensive Mundhygiene und Taschenreinigung durchgeführt werden, bei denen dann der Zahnbelag „aufgebrochen“ wird und die Keime so den Medikamenten zugänglich gemacht werden.

Das bedeutet: Durch die übliche Antibiotika-Therapie von Helicobacter bei Gastritis werden i.d.R. die Magen-besiedelnden Keime abgetötet; parallel dazu können aber die Keime in der Mundhöhle im Schutz des Zahnbelags überleben, so dass es nach relativ kurzer Zeit zum wiederholten Aufflammen der Gastritis kommt.

Daraus folgt: Bei gleichzeitig bestehenden parodontalen Taschen und entsprechendem Belag in den Zahnfleischtaschen ist eine Antibiotika-Therapie nur in Kombination mit einer entsprechenden Zahnfleischreinigung langfristig wirksam.

Wir überprüfen, ob Helicobacter Keime in Ihrer Mundhöhle sind.

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