Hormone können Bissprobleme verursachen

Dez 05

Kopf- und Gesichtsschmerzen, Kieferschmerzen, Kiefergelenksprobleme und HWS-Probleme können unter anderem durch einen falschen Biss oder eine falsche Kieferstellung ausgelöst werden.

In Ihrer Masterarbeit konnte Dr. Stefanie Morlok (München) 2013, den Zusammenhang zwischen dem Fehlen von Geschlechtshormonen und der Entwicklung von Kieferproblemen in der Literatur herausarbeiten.

So haben Frauen ein erhöhtes Risiko an diesen Symptomen zu erkranken, da sie mehr Rezeptoren für weibliche Geschlechtshormone im Bereich des Kauapparates, des Gesichts, des Kiefergelenks und in der Nackenregion aufweisen. Diese Rezeptoren sind erst die Voraussetzung für das Entwickeln von Symptomen, wie Schmerzen, Entzündung und Degeneration im Kieferbereich. Eine besonders große Rolle spielen hierbei die Hormone Östrogen und Progesteron. Sind sie reduziert, besteht eine größere Möglichkeit an den oben genannten Symptomen zu erkranken.
Männer scheinen hier einen Vorteil zu haben, da sie durch höhere Testosteronspiegel geschützter sind. Auch bei Patienten, die an einer Schilddrüsenerkrankung leiden, ist eine Entwicklung dieser Symptome wahrscheinlicher als bei gesunden Patienten.

(Quelle: pte) Dentista 01/2017