Kupfer (Cu) – Freisetzung aus Dentallegierungen und …

Sep 15

Kupfer (Cu) – Freisetzung aus Dentallegierungen und ihre möglichen gesundheitlichen Auswirkungen

Kupfer ist für den menschlichen Organismus unverzichtbar und erfüllt eine Reihe lebenserhaltender Funktionen. Neben seinen positive n Effekten auf den Metabolismus, kann Kupfer in seiner freien Form und in erhöhten Mengen jedoch zelltoxisch wirken und pathologische Prozesse begünstigen. Kupferhaltige Legierungen geben nachweislich in der Mundhöhle Ionen durch Korrosion ab, die in die Gingiva und allenfalls direkt in die Pulpa penetrieren. Es ist anzunehmen, dass diese überschüssigen Cu-Ionen biochemische Gleichgewichte unseres Organismus deregulieren und eine lokale sowie systemische schädigende Wirkung ausüben können. Ziel dieser Arbeit ist es, Daten über die Aufnahme und Regulation der Kupferionen im Organismus des Körpers und der Zelle zusammenzufassen. Es kann deutlich gezeigt werden, dass Schwachstellen existieren, die ein unkontrolliertes systemisches wie lokales Agieren von Kupferionen zulassen

Kupfer (Cu) gehört zu den für den menschlichen Organismus essentiellen Spurenelementen- Es spielt eine wichtige Rolle in der Homöopathie unseres Organismus. Die Tabelle enthält eine Zusammenstellung verschiedener Cu-abhängiger Metalloenzyme, die in diesem Zusammenhang wichtige Funktionen übernehmen.
Man würde daher erwarten, dass es natürliche Regulationsmechanismen zur Vermeidung von Anreicherungen über die Kontrolle des Cu-Spiegels im menschlichen Körper gibt.

Im zahnärztlichen Alltag sind kupferhaltige Legierungen nach wie vor im Einsatz

Voraussetzung für derartige immuntoxikologische Wirkungen ist, dass Kupferionen aus den Legierungen herausgelöst werden. Zu den immuntoxikologischen Einflüssen ist bisher wenig bekannt.. Untersuchungen konnten an Gingivazellen in in-vitro-Untersuchungen zeigen, dass Co-Ionen in der Gingiva akkumuliert werden und inflammatorische Reaktionen n Restaurationsrändern hervorrufen, was durch eine erhöhte Proliferation von T- und B-Zellen sowie der Freisetzung von IL2 nachgewiesen werden konnte.

In hohen Konzentrationen kann Kupfer problematisch sein

Neuere Untersuchungen zeigen zudem, dass eine Cu-Anreicherung u.a. in Verbindung mit neurogenerativen Erkrankungen wie Morbus Alzheimer, Parkinson und Prionenkrankheit gebracht wird.

Vieles spricht dafür, dass es für die pathogenetische Wirkung von Kupfer im Organismus individuelle Prädispositionen gegen muss In diesem Zusammenhang sind die „Schwachpunkte“ interessant, die es ermöglichen, dass Kupferionen angereichert werden und dann zu systemischen Erkrankungen führen können.

Fazit:

Derzeit existieren Hinweise, dass keine Schutzmechanismen eingreifen, wenn außerhalb des regulatorischen Systems des Organismus Kupferionen, beispielsweise durch die Korrosion von Dentallegierungen, freigesetzt und direkt von den Zellenaufgenommen werden. Das Ausmaß der pathologischen Prozesse, die diese freien Kupferionen begünstigen können, ist nur zu vermuten.

Durch die positiven Materialeigenschaften verzichten immer noch Hersteller dentaler Legierungen nicht auf den Zusatz von Kupfer. Dentale Legierungen, die gegenwärtig Kupfer enthalten, sind zum derzeitigen Standpunkt aus gesundheitlicher Sicht mit Vorsicht zu betrachten!