Moderne Techniken der ZahnMedizin Der digitale Abdruck – Oral Scanner

Sep 26

​Moderne Techniken der ZahnMedizin
Der digitale Abdruck – Oral Scanner

Wer kennt das nicht: Ein Termin beim Zahnarzt. Eine neue Krone muss her. Doch bei vielen Patienten ruft allein schon die Erwartung des notwendigen Silikon-Abdrucks einen unangenehmen Würgereiz hervor. Und sitzt die Krone nicht exakt, weil sich beim herkömmlichen Verfahren Fehler eingeschlichen haben, kommt es zu lästigen Nachbesserungen.

​Früher:

Der Abdrucklöffel wird beschickt mit entsprechendem Silikon. Das Silikon muss etwa drei Minuten anziehen, wird dann in den Mund eingesetzt, bis es hart wird.

Der Patient muss dies aushalten und über sich ergehen lassen. Aushalten heisst, dass er während dieser Zeit möglichst keine großen Bewegungen machen sollte, weil sonst der Abdruck sich verzieht.

Über sich ergehen lassen heisst,  dass viele Patienten einen erheblichen Würgereiz oder einen Brechreiz haben, gegen den sie ankämpfen müssen und manche Patienten haben sogar eine gewisse Atemnot.

Hinzu kommt, dass das Material, das wir in den Mund des Patienten bringen, nicht gerade unchemisch ist, d.h., es ist aus chemischen Substanzen. In der ganzheitlichen Zahnmedizin ist es natürlich unser Anliegen so wenig Chemie wie möglich in den Mund zu bringen.

Heute:

Wie geht das heute? Heute geht das mit einer Kamera d.h., man geht mit einer entsprechenden Kamera über die Zähne. Diese Kamera macht etwa 3.000 Fotos in der Sekunde, und wir können damit die Oberfläche der Zähne abformen und abfotografieren und wir können ebenfalls alle Flächen abfotografieren.
Ablauf:

Die Zähne werden trockengepustet, der Mund muss dabei auf bleiben.

Sie werden sich sicher fragen, was wird jetzt mit diesen Daten gemacht?
Diese Daten gehen per Internet in unser Labor KL-Herne. Hier erstellt der Leiter unseres Technologiezentrums dann eine Brücke oder Krone im Rahmen des CA / CAM-Prozesses.

Zuerst wird die digitale Modellerstellung konstruiert, worauf dann später eine Krone oder Schiene designed wird.

Für die digitale Konstruktion einer Krone sind die gleichen Parameter entscheidend wie in der analogen Zahntechnik. Man hat die Einschubrichtung, Präp-Grenzen sowie Antagonisten-Verhältnisse. Der große Unterschied liegt darin, dass die Qualität absolut reproduzierbar ist, die Festlegung des Präparationsrandes, die Definition von Zementspalt  und Klebespalt und die Formgestaltung im Verhältnis zu den Antagonisten-Zähnen, Kontrolle von Kontaktpunkten, und Überprüfung, ob das ästhetische Ergebnis auch harmonisch ist. Die konstruierte Krone wird dann in einer speziellen CAM-Software so aufbereitet, dass eine 5-Achs-Maschinne sie danach fräsen kann.

Ca. 15 Minuten später ist alles geschafft.


Ich denke, Sie sind genauso begeistert, wie ich von dieser modernen Technologie, dass man mit einem sog. digitalem Abdruck kleine Kronen und Brücken fertigen kann, und das Phantastische dabei ist, dass diese Kronen und Brücken eine bessere Passform haben wie die nach der üblichen Technologie hergestellten Kronen, und außerdem können wir völlig metallfrei arbeiten. Wir wissen ja alle, dass Metalle nicht gerade günstig sind für den Organismus. Deshalb haben wir es uns zur Gewohnheit gemacht schon seit Jahren metallfrei zu arbeiten und jetzt auch ohne Abdruck.