Patientenstory: Tim und der dröhnende Schädel

Jul 20

Patientenstory: Tim und der dröhnende Schädel

Zu unserem 4o-jährigen Praxis-Jubiläum schildern wir Ihnen den kommenden Wochen 9 bewegende Geschichten unserer Patienten.

Es begann mitten in der Vor-Abi-Klausur.Plötzlich dieser Schmerz. Dieses Stechen. Ich musste die Klausur abbrechen, zum Glück konnte ich sie nachschreiben. Aber das war ja erst der Anfang meiner Migräne. Ganz ehrlich: Das wünsche ich keinem. Stundenlang dieses Stechen und Hämmern. Da geht nichts mehr. Ich habe auf dem Bett gesessen und geheult, keine Ahnung, wie lange. Es kam einfach so, ohne Vorwarnung, und ich wusste dann jedes Mal: Der Tag ist gelaufen. Lesen? Autofahren? Mal was auf YouTube schauen? Es ging nichts. Monatelang immer wieder diese Anfälle. Dazu kam Schwindel, Übelkeit.

Als es losging mit den Kopfschmerzen, war es April. Ich wollte im Sommer eine Ausbildung beginnen, aber ich habe mich gefragt, wie das überhaupt gehen soll. Alle paar Tage krank zu Hause bleiben? Ich war beim Hausarzt, beim Facharzt, in mehreren Kliniken. Immer wieder die Untersuchungen, das Warten, die Hoffnung auf Besserung … aber nichts besserte sich.

Bis meine Mutter in einer Fachzeitschrift las, dass meine Migräne etwas mit dem Kiefer zu tun haben könnte. Ich schüttelte nur den Kopf. Bitte? Aber man lässt ja nichts unversucht, oder? Ganz ehrlich: Ich bin ohne große Erwartungen ins Zentrum für Ganzheitliche ZahnMedizin in Herne gefahren, meine Mutter brachte mich hin, da ich mich auch wegen des plötzlich auftretenden Schwindels gar nicht mehr getraut hatte, selbst zu fahren. Dabei hatte ich kurz vorher den Führerschein gemacht und total Lust aufs Autofahren. Aber es ging eben nicht. Noch nicht.

Denn in der Zahnklinik fand man heraus, dass sich mein Unterkiefer muskulär verschoben hatte. Das muss sich so gravierend ausgewirkt haben, dass davon die schlimmen Kopfschmerzen ausgelöst wurden. Ebenso wie der Schwindel. Ich bekam orthopädische Schienen, die so genannten Jig-Schienen. Die wurden mir in den Kiefer gesetzt und über viele Monate immer wieder angepasst, um die Kieferstellung zu korrigieren. Auch meine gesamte Körperhaltung veränderte sich dadurch gravierend – zum positiven!

Das Team um Dr. Koch arbeitet in solchen Fällen auch mit Physiotherapeuten und Osteopathen zusammen, wie ich erfahren habe. Das war bei mir auch so, ich wurde über viele Monate mit Osteopathie behandelt. Insgesamt dauerte die gesamte Therapie etwa 1 1/4 Jahre.

Neulich war ich zur Kontrolluntersuchung da. Ohne Kopfweh, ohne Schwindel. Dafür mit meinem neuen Auto. Das hab ich mich mir nach einem Jahr Ausbildung vom gesparten Gehalt geleistet. Übrigens: Ich war in dem ganzen Jahr keinen Tag krank.