Unverträglichkeit / Allergien von Zahnfüllungen?

Nov 29

Unverträglichkeit / Allergien von Zahnfüllungen?

Acrylate sind in zahlreichen Zahnersatzmaterialien enthalten.

„Acrylate“, das ist ein Sammelbegriff für Materialien mit unterschiedlicher Zusammensetzung. Dazu gehören beispielsweise Methylmethacrylat (MMA), Hydroxyethylmethacrylat (HEMA), Trieethylenglycol-dimethacrylat (TEGDMA) oder Diurethanhandimethayrylat (DUDMA). Die Acrylat-Zahnfüllung wird mit Licht vernetzt und dadurch hart und belastbar. Perfekt ausgehärtet gelten die Acrylate als gebunden. Nicht vernetzte Moleküle können allerdings mit dem Speichel ausgewaschen und verschluckt werden. Diese gelangen durch Resorption im Darm über den Blutkreislauf in den Körper. Sie können zu einer allergischen Reaktion führen.

Werden nach dem Einbringen acrylhaltiger Zahnersatzmaterialien bereits innerhalb weniger Stunden – selten auch innerhalb von Minuten – Immunreaktionen ausgelöst, ist an eine Soforttypallergie zu denken. Diese zeigt sich meist mit einer Quaddelbildung in der Mundschleimhaut. Patienten, bei denen eine Soforttypallergie bereits bekannt ist, etwa in Form eines Heuschnupfens, einer Insektengift- oder Hausstaub-Allergie, sind auch häufiger von einer Acrylat-Allergie betroffen. Dies deutet auf eine grundsätzliche Veranlagung für Typ-I-Allergie hin.

Um festzustellen, ob die in Ihrem Mund befindlichen Füllungen allergieauslösend wirken, wird ein Verträglichkeitstest durchgeführt.

Als geeignet erweisen sich dazu immunologische Verfahren wie der Lymphozyten-Transformationstest, kurz LTT genannt.

Ist der Test positiv, liegt also eine Unverträglichkeitsreaktion vor. Es wird ein Kunststoffdental-Check mit Hilfe des LTT-Tests durchgeführt, um festzustellen, auf welche Bestandteile der Kunststoff-Füllungen die Patientin / der Patient reagiert. Mit dieser Information kann dann gezielt, also maßgeschneidert, ein Kunststoff ausgewählt werden.