Volkskrankheit Zähneknirschen

Mrz 24

Volkskrankheit Zähneknirschen:

Hauptfunktion unserer Zähne ist das Zerkleinern von Nahrung. Was aber, wenn wir unbewusst – vor allem nachts – mit unseren Zähnen knirschen und mahlen? Wenn unser eigenes “Knirschen” uns den Schlaf raubt?

Bruxismus wie “Zähneknirschen” in der Fachsprache genannt wird, kann nicht nur sehr störend sein, sondern auf die Dauer auch zu schweren Schäden führen. Starke „Knirscher“ setzen ihre Zähne und ihr Kausystem einem enormen Druck aus. Dieser Druck auf die Zahnreihen kann bei Frauen bis zu 300 kg, bei Männern bis zu 400 kg erreichen. Darunter leiden vor allem die Zähne und das Kiefergelenk. Schmerzen können auch in den Nacken- und Schulterbereich oder in den Schläfen- und Ohrenbereich ausstrahlen. Den Grund für Bruxismus vermuten Experten in falschen Zahnstellungen oder auch im Stress, den Betroffene durch das Knirschen abzubauen versuchen. Erste Hilfe bei Bruxismus bietet eine Aufbiss-Schiene, die nachts getragen wird und den Kiefer und das Kiefergelenk entlastet. Die Schiene kann durch eine spezielle Physiotherapie zur Lockerung der Kiefermuskeln ergänzt werden.

Was zu Beginn wie eine harmlose Massage der Kaumuskeln aussieht, wird im weiteren Verlauf eine tiefgreifende Behandlung, Sie geht den Verhärtungen der Kiefermuskeln auf den Grund. Die Muskeln sollen wieder entspannen, damit die chronischen Schmerzen verschwinden oder gelindert werden. Durch spezielle Techniken werden die Verhärtungen in den Kaumuskeln gelöst. Einige äußere anwendbare Techniken soll der Patient auch zu Hause selber anwenden. Daneben werden gegen Bruxismus auch autogenes Training und Entspannungsübungen empfohlen.