Warum ist Parodontose gefährlich für den gesamten Körper?
Parodontitis-Bakterien zirkulieren über die Blutbahn im gesamten Organismus und erhöhen signifikant das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes sowie Schlaganfälle. Chronische Entzündungen im Mundraum können zudem den Erfolg von künstlichen Gelenkprothesen und Herzklappen massiv gefährden.
Welche Folgeerkrankungen können durch Mundbakterien entstehen?
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen einen direkten Zusammenhang zwischen Parodontitis und rheumatoider Arthritis, Gelenkbeschwerden sowie Apoplex. Etwa 40 % der über 30-Jährigen und bis zu 70 % der über 50-Jährigen leiden unter diesen Bakterienherden, die den Gesamtorganismus belasten.
Bereits in den 1930er Jahren wurden Rheumapatienten zum Zahnarzt geschickt. Da die Bakterien nicht nur am Zahn sitzen, sondern im Blut kreisen, kann eine erfolgreiche Zahnfleischsanierung Entzündungsprozesse an anderen Stellen im Körper, wie beispielsweise in den Gelenken, positiv beeinflussen.
Warum ist die Kontrolle vor einer Hüft- oder Knie-OP wichtig?
Mundbakterien neigen dazu, sich auf Kunstprodukten wie Endoprothesen, Stents oder künstlichen Herzklappen festzusetzen und dort schwere Entzündungen hervorrufen. Eine zahnärztliche Kontrolle vor dem chirurgischen Eingriff verhindert, dass das Prothesenbett durch wandernde Keime instabil wird.
Bereits eine leichte Zahnfleischentzündung kann ausreichen, um Bakterien in die Blutbahn abzugeben. Daher ist es für Patienten mit geplanten Gelenkimplantaten essenziell, das Zahnfleisch nicht nur einmalig, sondern regelmäßig kontrollieren zu lassen, um das Einheilen der teuren Kunstprodukte nicht zu gefährden.
Expert Insight: Implantate und Paradontose: Es ist zwingend notwendig die Parontose zu behandeln, bevor wir implantieren - Dr. Wolfgang H. Koch
Kann man bei bestehender Parodontose Implantate setzen?
Zahnimplantate können erst nach einer erfolgreichen Behandlung der Parodontose eingesetzt werden, um ein Übergreifen der bakteriellen Infektion auf das Implantatbett zu vermeiden. Eine nahezu keimfreie Mundhöhle und eine professionelle Zahnreinigung sind die Grundvoraussetzung für eine sichere Einheilung.
Werden Implantate in eine infizierte Mundhöhle eingebracht, droht der Verlust der künstlichen Zahnwurzel durch die vorhandene bakterielle Belastung. Das spezialisierte Konzept der Praxis stellt sicher, dass der Kieferknochen und das Weichgewebe stabil genug sind, um Implantaten langfristigen Halt zu bieten.
Warum spielt die Darmgesundheit eine Rolle für das Zahnfleisch?
Ein gestörter Stuhlgang oder Darmprobleme wie Verstopfung signalisieren eine geschwächte körperliche Abwehrfähigkeit, die Bakterien im Mundraum das Wuchern ermöglicht. Da der Mund der Eingang des Darmrohres ist, hängen die Heilungserfolge der Parodontose direkt mit der Funktion der Verdauung zusammen.
Wenn die Immunfähigkeit über den Darm nicht optimal ist, können selbst kleinste bakterielle Belastungen zu tiefen Zahnfleischtaschen führen. Dr. Koch integriert daher naturheilkundliche Mittel und Ernährungshinweise in die Therapie, um das Immunsystem des Patienten von innen heraus zu stabilisieren.
Ihr nächster Schritt zur ganzheitlichen Gesundheit
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