Dr. Wolfgang H. Koch

Ein Knochenaufbau stellt das notwendige Fundament für ein stabiles Zahnimplantat her, falls der eigene Kieferknochen durch Entzündungen oder langen Zahnverlust geschrumpft ist. Moderne Verfahren ermöglichen durch Eigenknochen und biologische Faktoren fast immer eine erfolgreiche Implantation.

Warum baut sich der Kieferknochen überhaupt ab?

Knochenabbau entsteht primär durch fehlende Belastung nach einem Zahnverlust oder durch chronische Entzündungen wie Parodontose. Wenn ein Zahn über längere Zeit fehlt, reagiert der Körper mit dem Abbau des nicht mehr genutzten Knochengewebes. Besonders im Oberkiefer-Seitenzahnbereich kann zudem die natürliche Nähe zur Kieferhöhle das verfügbare Knochenangebot für ein Implantat einschränken.

Wie funktioniert der Knochenaufbau in der modernen Zahnmedizin?

Das Prinzip gleicht der Stabilisierung eines Pfeilers beim Hausbau, bei dem das Implantat durch das Einbringen von Knochenmaterial zusätzlich fixiert wird. Während des Bohrvorgangs für das Implantat gewinnen wir wertvolles körpereigenes Knochenmehl, das direkt als Aufbaumaterial verwendet werden kann. Dieses Material wird oft mit Eigenblutkonzentraten und speziellen künstlichen Stoffen ergänzt, um die Regeneration des Kiefers optimal zu fördern.

Expert Insight: Ein ganzheitlicher Knochenaufbau verzichtet auf Materialien von Tieren oder Leichen und setzt stattdessen auf Eigenknochenmehl und Tricalciumphosphat.

Welche Materialien werden für den Knochenaufbau verwendet?

Wir verwenden bevorzugt körpereigenen Knochen in Kombination mit rein künstlichen Materialien wie Tricalciumphosphat, um biologische Risiken zu minimieren. Viele Praxen nutzen standardmäßig Materialien vom Rind, Schwein oder sogar von verstorbenen Spendern. In unserer Praxis verzichten wir bewusst auf solche Fremdmaterialien, da wir die Heilung lieber mit patienteneigenen Wirkstoffen aus dem Blut unterstützen

Was ist Socket Preservation und wie verhindert sie Knochenverlust?

Socket Preservation ist ein Verfahren, bei dem das Knochenfach direkt nach der Zahnextraktion mit Blutkonzentraten und Ersatzmaterial stabilisiert wird. Dies verhindert effektiv das Einfallen des Gewebes und schützt Patienten vor dem typischen optischen Effekt eines eingefallenen Gesichts. Durch den Einsatz von Wachstumsfaktoren aus dem Eigenblut heilt die ehemalige Zahnwunde deutlich stabiler aus, was die Basis für spätere Implantate sichert.

Welche Rolle spielen Vitamine beim Knochenaufbau?

Ein funktionierender Knochenstoffwechsel ist die Voraussetzung für eine erfolgreiche Einheilung, weshalb wir die Zufuhr spezifischer Vitamine und Mineralstoffe empfehlen. Insbesondere die Kombination aus Vitamin D, Vitamin C und Magnesium unterstützt den Körper dabei, das neu eingebrachte Knochenmaterial schnell in festes Gewebe umzuwandeln. Wir testen bei Bedarf den Vitamin-D-Spiegel unserer Patienten vor dem Eingriff, um den Heilungsprozess gezielt zu aktivieren.

Wir erstellen Ihnen in jedem Fall vorab einen detaillierten Kostenvoranschlag, damit Sie sicher planen können.

Übersicht der verwendeten Materialien

MaterialartHerkunftBesonderer Vorteil
EigenknochenPatient (Knochenmehl)

Beste Verträglichkeit; kein Abstoßungsrisiko

TricalciumphosphatSynthetisch

Sicherer Ersatz für tierische Materialien

Eigenblut (PRF)Patient (zentrifugiert)

Enthält Wachstumsfaktoren für schnellere Heilung

OzonMedizinischer Sauerstoff

Tötet Keime ab und sorgt für eine saubere Wunde

Dr. Wolfgang H. Koch

Über den Autor

Dr. Wolfgang H. Koch ist seit 1978 Pionier der Ganzheitlichen Zahnmedizin und Oralen Medizin. Als Buchautor und Experte für Umwelt-Zahnmedizin verbindet er jahrzehntelange Erfahrung mit modernsten biologischen Verfahren wie Ozon-Therapie und PRF, um die Ursachen chronischer Leiden im Kiefer zu beheben.

Dr. Koch Zahnärzte

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